Pressemitteilung

27.8.1999

ONE: Problemlos ins nächste Jahrtausend

Best practice-Modell in Sachen Y2K
Umfangreiche Tests der internen und externen Systeme

Österreichs modernster Mobilfunkanbieter geht mit komplett getesteten IT-Systemen ins neue Jahrtausend: Zehn Monate lang lief quer durch die Unternehmensbereiche ein umfassendes Y2K-Programm, in das insgesamt ATS 12 Mio. investiert wurden. Ein 20köpfiges Team sorgte dafür, daß es Kunden und Shareholder auch rund um den Jahrtausendwechsel gut haben.


Silvester 1999/2000: Ein ONE Kunde ruft knapp vor 24 Uhr einen Freund am Handy an und telefoniert bis nach Mitternacht. Der Computer kann die Jahreszahl 2000 nicht von 1900 unterscheiden, das Gesprächsende liegt für das System daher vor dem Gesprächsbeginn. Freudige Überraschung: Der Anrufer kommt in den Genuß, 100 Jahre gratis zu telefonieren, weil ein nicht Y2K-konformes Abrechnungssystem im Einsatz ist. Oder: Der Computer geht davon aus, daß der Kunde gar nicht existiert. Ein anderes Szenario: Die Datenübertragung für den Bereich Treasury ist unvollständig, was in weiterer Folge Auswirkungen auf die Aktienentwicklung der Shareholder hat. ”All das wird bei ONE nicht passieren”, gibt ONE Geschäftsführer Jørgen Bang-Jensen Entwarnung, denn der Mobilfunkanbieter beugte Y2K Problemen rechtzeitig und umfassend vor.

Reibungsloser Übergang
”Fehler bei der Jahrtausendumstellung hätten Konsequenzen für Umsatz und Image von ONE und seine Eigentümer”, faßt Bang-Jensen zusammen. Um jedes Risiko auszuschließen, startete ONE deshalb schon im November 1998 ein umfassendes Y2K-Programm, dessen Testphase nun erfolgreich abgeschlossen wurde: Insgesamt ATS 12 Mio. investierte das Mobilfunkunternehmen in den reibungslosen Übergang von diesem ins nächste Jahrtausend. Ein Team von 25 Mitarbeitern unter der Leitung von Claudia Kratschmann beschäftigt sich mit dem Projekt, dem im Unternehmen ”top priority”-Status eingeräumt wurde. Alle aktiven Systeme, Anwendungen und Geräte wurden auf mögliche Fehlerquellen untersucht. Anhand von Simulationen wurde festgestellt, wie ein System auf den Datumwechsel reagiert. ”Ein Telekombetreiber hat sehr viel mehr Schnittstellen zum Kunden als etwa eine Bank”, erläutert Bang-Jensen: ”Es galt daher, zahlreiche, sehr komplizierte Abläufe zu testen.”

Auch Zulieferer wurden geprüft

Auf ihre ”Y2K Fitneß” geprüft wurde sowohl die ”IT-Innenwelt” wie auch die ”IT-Außenwelt”: Standardsoftware, ONEspezifische Software und die Infrastruktur des Unternehmens wurden ebenso untersucht wie Hardware und Server. ”Wir verlangen aber auch von unseren Zulieferern einen Letter of Compliance”, unterstreicht Firmenchef Bang-Jensen. Ausgenommen davon sind lediglich große US-Unternehmen wie Microsoft oder SAP, die ihre Y2K-Tauglichkeit bereits vielfach unter Beweis stellten und im Internet laufend darüber informieren. ”Wir haben auch einige Systeme der Lieferanten selbst getestet, aber auch Controlling Reports, die auf einem SAP System laufen, werden gecheckt”, erläutert Projektleiterin Kratschmann.

Krisenplan für den Notfall

”Wir haben alle Systeme geprüft – alle Tests liefen planmäßig”, bekräftigt Kratschmann. Getestet wird nicht am ”lebenden System” sondern anhand von drei verschiedenen Testsystemen:
Rating, Billing und Customer Care
Produkte wie ONEnet und Anrufberichte
SAP Anwendungen.

”Dabei prüfen wir auch die Schnittstellen der Verarbeitungsabläufe sowie die Schnittstellen nach außen”, erklärt Claudia Kratschmann. ”So achten wir zum Beispiel darauf, ob auch die Rechnungen, die extern gedruckt werden, korrekt sind.” Für den ”Fall der Fälle” springt ein Back-up-System ein, das auch auf die Lieferanten abgestimmt ist.
Vorausgegangen war der Testphase eine sogenannte ”Identifikationsphase”, in der alle Systemadministratoren Analysen ihrer IT-Systeme erstellten. Außerdem gaben sie eine Einschätzung der Gefahrenpotentiale in ihren Arbeitsbereichen ab und erarbeiteten Checklisten und Testbeschreibungen für die anschließende Testphase.

Auch 9.9.99 unter der Lupe

Nicht nur das kritische Datum 1.1.2000 ist für das ONE Expertenteam ein Thema: auch der 9.9.1999 und der 29.02.2000 werden genau unter die Lupe genommen. Rund um diese Termine wird eine mehrtägige ”freeze period” eingehalten, in der keine neuen Applikationen installiert werden dürfen. Back-up-Systeme können umgehend eingesetzt werden, sollten doch Schwierigkeiten auftreten.


Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
ONE, Mag. Alexandra Schreiber, Fon: 0699/1 699 4949


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